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Brinke-Seiferth S, Schulte-Schrepping D.
„Wasserhygiene. Wasch mich, aber mach mich nicht krank“
Management & Krankenhaus, 27. Jahrgang, 06/2008, S. 21, GIT Verlag GmbH & Co. KG Darmstadt

Inhalt
Gute Händehygiene kann nicht nachhaltig wirken, wenn die Flächen- und Wasserhygiene vernachlässigt wird. Als Teil einer Serie, die einzelne Hygienefelder und deren Schnittstellen beleuchtet, stellt der Beitrag die Risiken unzureichender Wasserhygiene dar. Vor dem Hintergrund alarmierender Untersuchungsergebnisse auf neonatologischen und normalen Intensivstationen, gewinnt das Thema Wasserhygiene zunehmend an Bedeutung.

 

Zühlsdorf B, Kampf G, Floss H, Martiny H.
Suitability of the German test method for cleaning efficacy in washer-disinfectors for flexible endoscopes according to prEN ISO 15883.
J Hosp Infect. 2005; 61, 1: 46-52.

Inhalt
In Europa werden die Aufbereitungsprozesse flexibler Endoskope in Reinigungs- und Desinfektionsgeräten für Endoskope (RDG-E) gemäß der prEN ISO 15883-1 evaluiert, die eine Bestimmung der Effektivität des Reinigungsprozesses einschließt. Für die separate Bestimmung des Reinigungsprozesses wird die deutsche Testmethode als Bestandteil der prEN ISO 15883-1 (Anhang B) angewendet. Jüngste Untersuchungen zeigten bei der Anwendung der deutschen Testmethode große Unterschiede in der Effektivität einzelner Reinigungsprozesse. Um die deutsche Testmethode zu evaluieren, führte die Studie insgesamt 72 Experimente durch. Dabei wurden 7 Reiniger entsprechend den Herstellerangaben in 21 Reinigungsprozessen eingesetzt. Zusätzlich wurden drei Reinigungsprozesse mit Wasser allein durchgeführt. Jeder Reinigungsprozess wurde dreimal durchgeführt und durch die Bestimmung des Mittelwerts aus den drei Experimenten bewertet. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die deutsche Testmethode prEN ISO 15883-1 geeignet ist, Reinigungsprozesse im RDG-E zu bewerten und dabei zu reproduzierbaren, validen Ergebnisse führt.

 

Zühlsdorf B, Floss H, Martiny H.
Efficacy of 10 different cleaning processes in a washer disinfector for flexible endoscopes.
J Hosp Infect. 2004; 56: 305-311.

Inhalt
Die erfolgreiche Reinigung von medizinischen Geräten, wie z.B. flexiblen Endoskopen, ist anerkanntermaßen von großer Bedeutung für eine wirksame Aufbereitung. Reinigungs- und Desinfektionsgeräte (RDG) gelten als ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Der Reinigungsprozess in RDG ist jedoch erst ansatzweise hinsichtlich seiner Wirksamkeit bewertet worden. Deshalb wurden Tests gemäß prEN ISO 15883 unter Verwendung von transparenten Teflonschläuchen als Prüfkörper (Länge 2 m) durchgeführt, um dies genauer zu untersuchen.

Ein deutschsprachiger Sonderdruck der Studie kann angefordert werden bei Dagmar Martini

 


Pajkos A, Vickery K, Cossart Y.
Is biofilm accumulation on endoscope tubing a contributor to the failure of cleaning and decontamination?
J Hosp Infect. 2004; 58: 224–229.

Inhalt
Untersucht wurde, ob es auf den Oberflächen von Endoskopschläuchen, die in Kontakt mit Flüssigkeiten stehen, zur Bildung von Biofilm kommt, der mit den gängigen Reinigungsmethoden schwer zu beseitigen ist. Biofilm verhindert im schlimmsten Fall, dass Keime von Desinfektionsmitteln ausreichend erfasst werden. Somit können unter ungünstigen Umständen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen – vor der erneuten Verwendung des Instrumentariums – als nicht ausreichend wirksam betrachtet werden.

Ein Sonderdruck der Studie kann angefordert werden bei
Dagmar Martini

 

Kampf G, Bloß R, Martiny H.
Surface fixation of dried blood by glutaraldehyde and peracetic acid.
J Hosp Infect. 2004; 57: 139-143.

Inhalt
Probleme bei der erfolgreichen Deaktivierung von Prionen mit chemischen Desinfektionsmitteln führten zu neuen Anforderungen an die Aufbereitung von Instrumenten - inklusive flexibler Endoskope. Eine Forderung lautet, die Verwendung von Peressigsäure anstelle von Glutaraldehyd, um eine Fixierung von organischem Material zu vermeiden. In der Studie wurden die Fixierungseigenschaften von verschiedenen chemischen Desinfektionsmitteln untersucht. Gezeigt wurde, dass nicht nur Glutaraldehyd zu Blutfixierungen führt, sondern auch Peressigsäure. Das Ergebnis unterstreicht noch einmal die Bedeutung der sorgfältigen Reinigung vor Durchführung der chemischen Desinfektion.

 

Folgende Studien und Veröffentlichungen können als Sonderdrucke angefordert werden bei Dagmar Martini

 

Bloß R.
Einfluss der Desinfektionswirkstoffe auf die Instrumentenreinigung.
Vortrag DGKH Kongress 10.4.2002.

Inhalt
Mit standardisierten Prüfkörpern und einer standardisierten Blutanschmutzung wurde der Einfluss verschiedener Desinfektionswirkstoffe auf Proteinanhaftungen bei der Instrumentenaufbereitung überprüft. Dabei zeigte sich, dass Produkte mit den Wirkstoffen Aldehyde und Peressigsäure eine fixierende Wirkung auf Proteine haben. Diese Rückstände können auch durch eine anschließende alkalische Reinigung nur noch bedingt entfernt werden. Deshalb ist besonders bei Einsatz aldehydischer oder peressigsäurehaltiger Desinfektionsmittel eine sehr gründliche Vorreinigung erforderlich.

 

Martiny H.
Belastung des Wassers durch Mikroorganismen.
Krankenhaus Arzt 1996; 69 (4): 195-197.

Inhalt
Auch durch eine hervorragend durchgeführte Desinfektion kann mittels nach geschalteter Wässerungsphase eine Rekontamination der Instrumente erfolgen. Was sind die Ursachen?

 

Martiny H.
Wasser: Hohe Qualität ist die Grundvoraussetzung, Teil II.
Krankenhaus Arzt 1996; 69: 244-245

Inhalt
Neben Härtebildnern enthält das Wasser auch andere Ionen, die teilweise einen starken Einfluss auf die Instrumenten-Aufbereitung ausüben können.

 

Sarunski D, Niknam S.
Helicobacter pylori: Kontaminationsrisiko Endoskope?
ENDO-PRAXIS 2000; 1.

Inhalt
Im Zusammenhang mit Helicobacter pylori-Infektionen werden auch unzureichend aufbereitete Endoskope als mögliche Kontaminationsquelle diskutiert. Sicher ist, dass nur eine sachgerechte Aufbereitungsmethode und geprüfte Produkte einer möglichen Keimübertragung vorbeugen können.

 

Albrecht H.
Infektionspotenzial Kontrastmittelreste: Neuartiges Wirksystem ist bei Duodenoskopen enzymatischen Reinigern überlegen.
ENDO-PRAXIS 2000; 2: 18-19.

Inhalt
Auskristallisierte Röntgenkontrastmittelreste stellen einen guten Nährboden für Mikroorganismen dar, da diese Substanzen von den üblichen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln nicht gelöst und entfernt werden können. Durch eine Produktneuentwicklung steht ab sofort eine Lösung zur Verfügung.