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Publikationen / Archiv
Hände
Hygienische Händedesinfektion
Kampf G, Löffler H.
Dermatological aspects of a successful introduction and continuation of
alcohol-based hand rubs for hygienic hand antisepsis.
J Hosp Infect. 2003 Sep; 55 (1) :1-7.
Content
Due to the new Center for Disease Control and Prevention (CDC) Guideline
on Hand Hygiene more and more hospitals in the US introduce alcohol-based
hand rubs for hand disinfection. However, healthcare workers may reject
the new products as they fear skin irritations. Reasons for a burning
sensation and irritations when using alcohol-based preparations lie in
the existing pre-irritation of skin caused by hand washings. This article
deals with the most important studies on this topic and shows that measures
like clarification and clear guidelines sustainably facilitate a conversion
from antimicrobial handwashing to alcohol-based hand disinfection.
A German translation of this article was published in: Krankenhaushygiene + Infektionsverhütung, 2004; 26: 151-156.
Kramer A, Bernig T, Kampf G.
Clinical double-blind trial on the dermal tolerance and user acceptability
of six alcohol-based hand disinfectants for hygienic hand disinfection.
J Hosp Infect. 2002; 51: 114-120.
Inhalt der Studie
Sechs alkoholische Hände-Desinfektionsmittel wurden in einer klinischen
randomisierten Doppelblindstudie im Hinblick auf ihre Hautverträglichkeit
untersucht. Objektiv waren alle Präparate sehr gut hautverträglich.
Subjektiv wurde Sterillium® signifikant besser hinsichtlich der Hautfeuchte
und der rückfettenden Eigenschaften bewertet.
Eine deutschsprachige Übersetzung der Studie ist erschienen in: Krankenhaushygiene + Infektionsverhütung, 2003; 25: 245-251.
Kampf G.
State-of-the-art hand hygiene in community medicine.
Int J Hyg Environ Health. 2003 Oct; 206
(6 ): 465-472.
Inhalt
Händehygiene gewinnt – nicht zuletzt aufgrund der Ausbreitung
Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) – auch in der
ambulanten medizinischen Versorgung immer mehr an Bedeutung. Der Beitrag
beschäftigt sich mit der alkoholischen Händedesinfektion als
state-of-the-art der Händehygiene unter Berücksichtigung dermatologischer
Aspekte.
Kampf G, Ostermeyer C.
Intra-laboratory reproducibility of the hand hygiene reference procedures
of EN 1499 (hygienic hand wash) and EN 1500 (hygienic hand disinfection)
J Hosp Infect. 2002; 52: 219-224.
Inhalt der Studie
Die Wirksamkeit von Präparaten zur Händehygiene wird in Europa
nach EN 1499 (hygienische Händewaschung) sowie EN 1500 (hygienische
Händedesinfektion) bestimmt. Die Analyse von insgesamt 35 Versuchen à 15
Probanden ergab eine ausgezeichnete Reproduzierbarkeit dieser Methoden.
Die Eignung dieser europäischen Methoden zur Bestimmung der in vivo
Wirksamkeit ist somit belegt.
Kampf
G, Löffler H.
Dermatological aspects of a successful introduction and continuation
of alcohol-based hand rubs for hygienic hand disinfection.
J Hosp Infect. 2003 Sep; 55 (1):
1-7.
Inhalt
Mit der neuen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) guideline
zur Händehygiene führen immer mehr Krankenhäuser in den
USA die Händedesinfektion mit alkoholischen Hände-Desinfektionsmitteln
ein. Dabei kann es zu Ablehnung von Seiten des Personals wegen befürchteter
Hautirritationen kommen. Ursachen von Brennen und Irritationen bei der
Anwendung alkoholischer Präparate liegen in der bereits durch Waschen
vorgeschädigten Haut. Der Beitrag beschäftigt sich mit den
wichtigsten Studien und Arbeiten zu diesem Thema und zeigt, dass durch
Maßnahmen wie Aufklärung und klare Verhaltensanweisungen die
Umstellung von desinfizierender Waschung auf alkoholische Händedesinfektion
nachhaltig gelingt.
Eine deutschsprachige Übersetzung der Publikation ist erschienen in: Krankenhaushygiene + Infektionsverhütung, 2004; 26: 151-156.
Kramer A, Rudolph P, Kampf G, Pittet D.
Limited efficacy of alcohol-based hand gels.
The Lancet 2002; 359: 1489-1490.
Inhalt der Studie
Die meisten alkoholischen Gele (z.B. Purell) erfüllen nicht die europäischen
Anforderungen an die Wirksamkeit nach EN 1500 wie dies vergleichbare Flüssigprodukte
(z.B. Sterillium®) tun. Deswegen sind diese Gele in Krankenhäusern
nicht zur hygienischen Händedesinfektion geeignet.
Chirurgische Händesdesinfektion
Labadie JC, Kampf G, Lejeune B, Exner M, Cottron O, Girard R, Orlick M,
Goetz ML, Darbord JC, Kramer A.
Recommendation for surgical hand disinfection – requirements,
implementation and need for research. A proposal by representatives of
the SFHH, DGHM and DGKH for a European discussion.
J Hosp Infect. 2002; 51: 312-315.
Inhalt
Fachgesellschaften für Hygiene haben einen Entwurf für eine europäische
Empfehlung zur chirurgischen Händedesinfektion erarbeitet. Alkoholische
Mittel sind bevorzugt zu verwenden. Auf das Waschen vor der Desinfektion
kann grundsätzlich verzichtet werden.
Eine deutschsprachige Übersetzung des Beitrages ist erschienen in: Hygiene + Medizin, 2002; 27: 166-168.
Pitten F-A, Rudolph P, Below H, Kramer A.
Assessment of the activity of antiperspirants added to surgical hand disinfectants:
methodological aspects and first observations.
J Hosp Infect. 2001; S29 - S32.
Inhalt der Studie
Da auf der Hand residente Mikroorganismen über die Schweißdrüsen
auf die Haut gelangen, ist für die chirurgische Händedesinfektion
eine antitranspirante Wirkung eines Präparates nicht nur von kosmetischem
Interesse. Für den Wirkstoff Mecetroniumetilsulfat aus Sterillium
konnte erstmals im Modell eine schweißreduzierende Wirkung nachgewiesen
werden.
Girard R, Réat C, Carboni N, Bouket J-L.
L'antisepsie chirurgicale des mains peut-elle remplacer
en routine le lavage chirugical des mains? Essai en bloc d'orthopédie réglée.
Hygiènes 1996; 12: 34-38.
Inhalt der Studie
In einem orthopädischen OP wurde von 31 Mitarbeitern Sterillium® zur
chirurgischen Händedesinfektion verwendet. Nach mehr als 2 Wochen
zeigten sich signifikant weniger Hautirritationen als mit der vorher verwendeten
antimikrobiellen Waschlotion.
Compliance
Maury E, Alzieu M, Baudell Jl, Haram N, Barbut F, Guidet B, Offenstadt
G.
Availability of an alcohol solution can improve hand disinfection compliance
in an intensive care unit. Am. J. Respir.
Crit. Care Med. 2000; 162: 324-327.
Inhalt der Studie
Auf einer internistischen Intensivstation wurde zur Händedesinfektion
Sterillium® eingeführt. Über 5 Wochen wurde die Compliance gemessen.
Diese ließ sich signifikant erhöhen (von 42.4% auf 60.9%). Die
Hautverträglichkeit bei wiederholter Anwendung wurde als gut beschrieben.
Pittet D.
Improving compliance with hand hygiene in hospitals.
Infect. Control Hosp. Epidemiol. 2000; 21: 381-386.
Inhalt der Studie
Die Compliance in der Händehygiene ist ein multifaktorielles und komplexes
Geschehen. Viele Interventionen zur Erhöhung der Compliance sind fehlgeschlagen.
Wenn jedoch die Gründe für Non-Compliance bekannt sind, können
zielgerichtete Interventionen umgesetzt werden.
Pittet D, Hugonnet S, Harbarth S, Monronga P, Sauvan V, Touveneau S, Perneger
TV.
Effectiveness of a hospital-wide programme to improve compliance with hand
hygiene.
Lancet 2000; 356: 1307-1312.
Inhalt der Studie
Durch die Einführung eines alkoholischen Hände-Desinfektionsmittels
und eine Kampagne zur Förderung der Händedesinfektion konnte
am Universitätsklinikum Genf über 6 Jahre eine signifikante Reduktion
der Prävalenz nosokomialer Infektionen nachgewiesen werden (von 16.9%
auf 9.9%). Auch die Neuerkrankungsrate mit MRSA konnte im gleichen Zeitraum
durch die alkoholische Händedesinfektion signifikant gesenkt werden.
Voss A, Widmer AF.
No time for handwashing!? Handwashing versus alcoholic rub: can we afford
100% compliance?
Infect. Control Hosp. Epidemiol. 1997; 18: 205-208.
Inhalt der Studie
Theoretische Kalkulationen belegen, dass der Zeitaufwand für eine
hygienische Händedesinfektion mit einer alkoholischen Lösung
im Vergleich zur Händewaschung wesentlich geringer ist. Anders ausgedrückt:
In der gleichen zur Verfügung stehenden Zeit kann man häufiger
die Hände desinfizieren und dadurch zu einer höheren Compliance
beitragen.
Wirksamkeit
Kampf G, Hollingsworth A.
Validity of the four European test strains of prEN 12054 for the determination
of comprehensive bactericidal activity of an alcohol-based hand rub.
J Hosp Infect. 2003 Nov; 55 (3): 226-31.
Inhalt
Gemäß der Europäischen Norm prEN 12054 wird die Bakterizidie
von Hände-Desinfektionsmitteln anhand der 4 Testkeime Staphylococcus
aureus, Enterococcus hirae, Escherichia coli und Pseudomonas aeruginosa
geprüft. Erforderlich ist eine Reduktion von 5 log10 -Stufen
innerhalb 30 Sekunden. Um die Aussagekraft dieser Testkeime für eine generelle
Bakterizidie zu untersuchen, wurde in der Studie das Hände-Desinfektionsmittel
Sterillium® in einem Suspensionsversuch gemäß U.S. Food
and Drug Administration (FDA) getestet, der alle klinisch relevanten Bakterienstämme
umfasst: Als Testkeime wurden 13 gram-positive und 18 gram-negative Bakterienstämme
(ATCC-Stämme), 14 klinisch
relevante Problemkeime sowie von jeder Spezies klinische Isolate eingesetzt.
Es wurde bestätigt, dass die Bakterizidie eines propanolischen Hände-Desinfektionsmittels
gegen die Testkeime der prEN 12054 den Rückschluss auf eine umfassende
bakterizide Wirkung erlauben.
Kampf G, Rudolf M, Labadie JC, Barrett SP.
Spectrum of antimicrobial activity and user acceptability of the hand disinfectant
agent Sterillium Gel.
J Hosp Infect. 2002; 52: 141-147.
Inhalt der Studie
Sterillium® Gel* ist das erste alkoholische Gel, das in der Wirksamkeit
vergleichbar ist mit alkoholischen Flüssigpräparaten. Darüber
hinaus hat es eine ausgeprägte virusinaktivierende Wirkung.
* nicht in Deutschland erhältlich
Pietsch H.
Hand antiseptics: rubs versus scrubs, alcoholic solutions versus alcoholic
gels.
J Hosp Infect. 2001; S33 - S36.
Inhalt der Studie
Alkoholische Hände-Desinfektionsmittel wie Sterillium® zeigen
mehrere Vorteile: Sie wirken signifikant besser als viele herkömmliche
alkoholische Gele, die Hautverträglichkeit bei wiederholter Anwendung
ist signifikant besser als mit chlorhexidinhaltigen Waschlotionen, die
antimikrobielle Wirksamkeit ist signifikant besser bei der chirurgischen
Händedesinfektion als mit chlorhexidinhaltiger Flüssigseife.
Kampf G, Höfer M, Wendt C.
Efficacy of hand disinfectants against vancomycin-resistant enterococci
in vitro.
J Hosp Infect. 1999; 42: 143-150.
Inhalt der Studie
Im quantitativen Suspensionsversuch wurde gegenüber 7 verschiedenen
Stämmen Vancomycin-resistenter Enterokokken (VRE) die Wirksamkeit
verschiedener Präparate zur Händedesinfektion untersucht. Hier
zeigte Sterillium gegenüber VRE eine ausgezeichnete Wirksamkeit mit
Reduktionsfaktoren > 7 nach bereits 15 Sekunden.
Kampf G, Jarosch R, Rüden H.
Limited effectiveness of chlorhexidine based hand disinfectants against
methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA).
J Hosp Infect. 1998; 38: 297-303.
Inhalt der Studie
Im quantitativen Suspensionsversuch wurde gegenüber 3 verschiedenen
Stämmen Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) die Wirksamkeit
verschiedener Präparate zur Händedesinfektion untersucht. Präparate
auf Basis von Chlorhexidin waren signifikant schlechter wirksam als Präparate
auf Basis von Alkohol. Zusätzlich erwiesen sich bei Chlorhexidin MRSA
als signifikant schwerer zu inaktivieren als Antibiotika-empfindliche S.
aureus.
Sauermann G, Proske O, Keyhani R, Leneveu M-C, Pietsch H,
Rohde B.
Hautverträglichkeit von Sterillium und Hibiscrub
in einer klinischen Vergleichsstudie.
Hyg. Med. 1995; 20: 184-189.
Inhalt der Studie
60 Probanden verwendeten 8 mal täglich über insgesamt 14 Wochen
entweder Hibiscrub oder Sterillium in einer prospektiven, randomisierten
cross-over-Studie. Die Hautverträglichkeit beider Verfahren wurde
mit unterschiedlichen Methoden bestimmt. Durchgängig erwies sich Sterillium
als signifikant besser im Vergleich zu Hibiscrub.
Instrumente
Folgende Studien und Veröffentlichungen können als Sonderdrucke angefordert werden bei Dagmar Martini
Bloß R.
Einfluss der Desinfektionswirkstoffe auf die Instrumentenreinigung.
Vortrag DGKH Kongress 10.4.2002.
Inhalt
Mit standardisierten Prüfkörpern und einer standardisierten Blutanschmutzung
wurde der Einfluss verschiedener Desinfektionswirkstoffe auf Proteinanhaftungen
bei der Instrumentenaufbereitung überprüft. Dabei zeigte sich,
dass Produkte mit den Wirkstoffen Aldehyde und Peressigsäure eine
fixierende Wirkung auf Proteine haben. Diese Rückstände können
auch durch eine anschließende alkalische Reinigung nur noch bedingt
entfernt werden. Deshalb ist besonders bei Einsatz aldehydischer oder peressigsäurehaltiger
Desinfektionsmittel eine sehr gründliche Vorreinigung erforderlich.
Martiny H.
Belastung des Wassers durch Mikroorganismen.
Krankenhaus Arzt 1996; 69 (4): 195-197.
Inhalt
Auch durch eine hervorragend durchgeführte Desinfektion kann mittels
nach geschalteter Wässerungsphase eine Rekontamination der Instrumente
erfolgen. Was sind die Ursachen?
Martiny H.
Wasser: Hohe Qualität ist die Grundvoraussetzung,
Teil II.
Krankenhaus Arzt 1996; 69: 244-245
Inhalt
Neben Härtebildnern enthält das Wasser auch andere Ionen, die
teilweise einen starken Einfluss auf die Instrumenten-Aufbereitung ausüben
können.
Sarunski D, Niknam S.
Helicobacter pylori: Kontaminationsrisiko Endoskope?
ENDO-PRAXIS 2000; 1.
Inhalt
Im Zusammenhang mit Helicobacter pylori-Infektionen werden auch unzureichend
aufbereitete Endoskope als mögliche Kontaminationsquelle diskutiert.
Sicher ist, dass nur eine sachgerechte Aufbereitungsmethode und geprüfte
Produkte einer möglichen Keimübertragung vorbeugen können.
Albrecht H.
Infektionspotenzial Kontrastmittelreste: Neuartiges
Wirksystem ist bei Duodenoskopen enzymatischen Reinigern überlegen.
ENDO-PRAXIS 2000; 2: 18-19.
Inhalt
Auskristallisierte Röntgenkontrastmittelreste stellen einen guten
Nährboden für Mikroorganismen dar, da diese Substanzen von den üblichen
Reinigungs- und Desinfektionsmitteln nicht gelöst und entfernt werden
können. Durch eine Produktneuentwicklung steht ab sofort eine Lösung
zur Verfügung.
Fläche
Kramer
A, Schneider A.
Routinemäßige Flächendesinfektion
zur Verhütung und Kontrolle Antibiotika resistenter Krankheitserreger.
Hyg Med 2001; 26: 10.
Inhalt
Review einer Veröffentlichung im Journal of Hospital Infection (2001;
48, Supplement a: 64 68), in der führende US amerikanische Hygieniker
die routinemäßige Flächendesinfektion zur Verhütung
und Kontrolle antibiotikaresistenter Krankheitserreger im Krankenhaus und
in anderen medizinischen Bereichen fordern. Demzufolge soll auf der Grundlage
einer Risikoanalyse und Bewertung des Erkenntnisstands die Reinigung und
Desinfektion patientennaher Flächen routinemäßig erfolgen
sowie nach Entlassung von Patienten. Außerdem halten die Hygieniker
die Desinfektion von Fußböden im Patientenbereich als Maßnahme
zur Kontrolle von Krankenhausinfektionen für sinnvoll.